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Presse
25.07.2019, 15:01 Uhr
Bringt das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ wirklich den Artenschutz voran und schafft bessere Bedingungen für die heimische bäuerliche Landwirtschaft?
Auf dem Hof von Helmut Jäger im Langental wurde intensiv diskutiert
 

Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ist mitten in der Gesellschaft angekommen. Diesen Eindruck musste bekommen, wer die über 70 Besucher auf dem Hof von Helmut Jäger im Langental erlebte, die engagiert mit dem Landtagsabgeordneten und den eingeladenen Referenten diskutierten.

Die Referenten im engagierten Gespräch mit den Bürgern
 

Anton Kremer, der als Kreisvorsitzender der Imker erläuterte, dass er mit seinen Honigbienen schon jetzt viele Gebiete nicht mehr besuchen darf, weil sie unter Landschaftsschutz stehen, gab der Befürchtung Ausdruck, dass er und die anderen Imker zukünftig noch weiter eingeschränkt werden könnten. Für Günter Kolb, den Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins Heidelsheim ist es grundsätzlich eine gute Sache, wenn der Streuobstanbau in den Fokus rückt. Streuobstwiesen sind das Heim vieler geschützter Tierarten, insbesondere von 250 Wildbienenarten. Allerdings sieht er den Weg zum Schutz der Streuobstwiesen weniger in Verboten. Viel wichtiger wäre es die Menschen zu motivieren, ihnen mehr Wissen über Fauna und Flora und nachhaltiges Wirtschaften nahe zu bringen und so eine höhere Wertschätzung gegenüber dem Streuobst und der Natur insgesamt in die Gesellschaft zu tragen. Simon Schumacher vom Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeerbauern erläuterte, dass Sonderkulturen in keinem Land so wichtig seien wie in Baden-Württemberg und er stellte klar, dass auch in keinem Bundesland so viele Naturschutzmaßnahmen durch die Erzeuger erfolgen wie bei uns. Er betonte, dass jede Kaufentscheidung des Verbrauchers entscheidend ist und dass regionale und saisonale Produkte Nachhaltigkeit am besten gewährleisten. Es liegt in unserer Hand, was wir kaufen und essen. In einer engagierten Diskussion, in der insbesondere Beatriz Jocobs von AGNUS darauf hinwies, dass es ein Ziel des Volksbegehrens sei die bäuerliche Landwirtschaft zu schützen, was umgehend Widerspruch hervorrief, wurde deutlich gemacht, dass die heimische Landwirtschaft nur ein Baustein im Umweltgeschehen ist. Helmut Jäger brachte es auf den Punkt, als er zu bedenken gab, dass es wohl nicht sinnvoll sei landwirtschaftliche Betriebe vor Ort in den Ruin zu treiben, um dann die Nahrungsmittel aus anderen Erdteilen zu importieren.

Für den Landtagsabgeordneten Ulli Hockenberger war es nach diesem Abend ein Anliegen zu betonen, dass es wichtig ist die Bürgerinnen und Bürger über alle Vorstellungen und insbesondere Konsequenzen zu informieren, sollte das Volksbegehren erfolgreich sein.